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Projekt: Leerstand - Tourismus - Dorfumbau

Projektlaufzeit:

06/2015 - 10/2017

Projektziele:

  • Ermittlung von Interessentengruppen für leerstehende historische Gebäude in ländlichen Räumen an Hand von Megatrends
  • Ermittlung und Visualisierung des Beitrages touristischer Umnutzungen zum Dorfumbau

Projektergebnisse:

  • in den LEADER-Gebieten konnten seit 2015 bisher 820 Anträge mit einem Zuschuss von 53 Millionen Euro bewilligt und damit ein Investitionsvolumen von rund 129 Millionen Euro ausgelöst werden (Stand: 30.04.2017); Vorhaben zur Sanierung von Wohngebäuden bzw. Umnutzung leerstehender Gebäude stehen an erster Stelle hinsichtlich der Anzahl der bewilligten Vorhaben
  • Megatrends wie:
    • »Silver Society/Downaging« - Junge Alte,
    • »Neo-Ökologie« - nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen,
    • Gesundheit,
    • »New Work« - neue Arbeitsformen und
    • »Konnektivität« - Vernetzung aller Lebensbereiche
    eröffnen auch den ländlichen Räumen neue Gestaltungsoptionen und bieten die Chance, bestimmte Interessentengruppen als Nachfrager für ungenutzte Bausubstanz zu gewinnen
  • zu diesen Interessengruppen zählen junge Familien, Heimkehrer, Erben, Senioren, Vereine, Künstler oder Menschen mit alternativem Lebensdesign
  • darüber hinaus kann in Sachsen auch Nachfrage nach historischen Gebäuden aus dem Bereich Freizeit- und Wochenendwohnen entstehen
  • Selbstverwirklichung, Begeisterung für Baukultur, Ideenverwirklichung, Heimatnähe und »Raus auf’s Land« sind die Motive für die Umnutzung von Gebäuden im ländlichen Raum, wie in der qualitativen Befragung der potenziellen Interessentengruppen deutlich wurde
  • bei Marketing und Vertrieb ungenutzter Objekte sind für eine zielgruppengerechte Ansprache der Interessentengruppen Gebäudehistorie und Geschichten ehemaliger Bewohner genauso wichtig, wie der Abgleich der Gebäude- und Grundstücksoptionen mit den neuen Nutzungsansprüchen
  • Umnutzungen - im untersuchten Fall insbesondere touristische – leisten folgenden Beitrag zum Dorfumbau:
    • qualitativ hochwertige Beherbergungsangebote bringen neue Zielgruppen und locken auch außerhalb der Saison Gäste in die Region
    • Gastronomie auf dem Land wird erhalten bzw. neu geschaffen
    • neue Kultur- und Bildungsangebote sowie Kommunikationspunkte entstehen und sorgen für regionale und überregionale Bekanntheit
    • neue Erlebnisangebote schaffen Reiseanlässe
  • zu den direkten und indirekten Wertschöpfungseffekten der touristischen Umnutzungen zählen:
    • Aufträge für regionales Handwerk und Belebung alter Handwerkskunst
    • Verwendung regionaler Baustoffe und Materialien
    • Bezug regionaler Produkte und damit Stärkung regionaler Produzenten
    • die Nachfrage nach den neuen Umnutzungsangeboten führt auch bei benachbarten touristischen Angeboten zu einer besseren Auslastung
    • Schaffung von Arbeitsplätzen
    • bessere Auslastung der Infrastruktur
    • die Lebens- und Wohnqualität aller Einwohner verbessert sich
    • positives Image für den Ort / die Region und
    • Stärkung der regionalen Identität
  • die Vermittlung von Gebäuden kann nur der erste Schritt einer »Willkommenskultur für Neubürger und ihre Netzwerke« sein, zum Verorten ist eine weitere Begleitung erforderlich, welche öffentliche Wertschätzung für die Umnutzung mit einschließt
  • Baukultur prägt Orte und Regionen und ist Bestandteil ihrer Identität, es liegt im Interesse jeder Gemeinde/Region, den Erhalt von Baukultur zu befördern; LEADER kann die erforderlichen Rahmenbedingungen mit unterstützen z. B. durch regionale Baukultur-Initiativen (Beratungsleistungen, Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsarbeit bei Kindern und Jugendlichen)

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Ansprechpartner im LfULG

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 23: Ländliche Entwicklung, Agrarmarketing

Gabriele Vogel

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